Kirche, Kunst und Poesie

Buchpräsentation und Lesung am 19. September 2017 um 19 Uhr im Kardinal Schwarzenberg Saal, Kapitelplatz 3, Salzburg.
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Um Anmeldung wird gebeten.  Tel. 0662/8047-2088 oder per E-Mail >

Kunst ist Wegweiser

Zweimal konnten wir bei den Aktionswochen „Offener Himmel“ das Programm mit einer Kunstinstallation von K.H. Kaltners Fahnenbildern bereichern, einmal in der Pfarrkirche in Hopfgarten und schließlich im Salzburger Dom. Anliegen der Aktionswochen war und ist es, neue Wege der Verkündigung zu erproben. Dabei versuchen wir mit vielen unterschiedlichen Partnern auf Spurensuche nach dem Sinn und Ziel des Lebens zu gehen oder dem Geheimnis Gottes in unserem Leben auf die Spur zu kommen. Bei diesem Bemühen darf die Kunst nicht fehlen. Kunst will sichtbarmachen. Sie hat Verkündigungscharakter und ist für Seelsorge unverzichtbar. Kunst ist Wegweiser für das Leben als Geschenk. Kunst macht auf das kreatürliche Verwiesen-sein, auf das Unvollendete in dieser Welt aufmerksam.

Das Verweilen im künstlerisch gestalteten Raum oder vor einem Bild tut gut, kann Labung, ja Stärkung für die Seele sein. Eva Demski nennt deshalb „Kirchen Rasthäuser Gottes mit stiller Bedienung“. Das Verweilen vor Karl Hartwig Kaltners Fahnenbildern eröffnet eine weitere Einsicht. Die Fahne ist dem Wind und Wetter ausgesetzt. Wind und Wolken sind in der Bibel „verhüllende Zeichen der Nähe Gottes.“ Gott ist und bleibt Geheimnis. Es muss auch dem Theologen klar sein, dass er eher sagen kann, wie Gott nicht ist, als über Gott allzu genau Bescheid zu wissen. Deshalb kann es einer barocken Kirche, die vom Geheimnis Gottes oft sehr gegensätzlich erzählen kann, für eine Zeit gut tun, mit verhüllenden Bildern ausgestattet zu sein. Die gegenstandslosen, abstrakten Fahnenbilder eröffnen dem Beobachter einen Raum, in dem er das Geheimnis des Ewigen neu entdecken kann. (Prälat Balthasar Sieberer)

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